Greenrock Village – Tatort: Hotel

Spielerzahl: Alter: 12+
Spieldauer: 60 min Autor: Arthur Tebbe
noch erhältlich: ja © 2009 Jumbo




Vielen Dank an Jumbo für die Zusendung des Spiels

Beschreibung:

Wem “Tatort: Nachtexpress” gefallen hat, wird auch mit “Greenrock Village – Tatort: Hotel” seine Freude haben. Das Spiel ist wie sein bekannter Vorgänger und doch ganz anders.

Es gibt 15 Fälle die jeweils nur einmal gespielt werden können. (Evtl. hat man nach zwei Jahren den Fall wieder vergessen und man kann ihn dann nochmal spielen.)

Jeder Spieler schlüpft (erstmal) in die Rolle eines Detektivs, der Beweise sammeln muß um einen Mord zu lösen. Anders wie beim Nachtexpress ist das Sammeln hier auch wörtlich zu nehmen. Jeder Spieler kann bis zu drei Hinweise behalten (einen geheim, zwei öffentlich). Die Hinweise geben nach der Auflösung, je nach Aussagekraft jeweils 0 bis 3 Punkte. Punkte bekommt man auch wenn man den Täter errät bzw. ermittelt. Je früher man seinen Tatverdächtigen geheim aufschreibt, desto mehr Punkte bekommt man (1-7). Die Punkte gibt’s natürlich nur für den richtigen Tatverdächtigen. Insgesammt hat man dreimal die Möglichkeit einen Verdächtigen zu benennen. Tippt man mehrmals auf den richtigen Täter, bekommt man auch mehrmals Punkte.
Je nach Aktionen, die man machen will, fährt man seine Spielfigur weiter. Verdeckte Hinweise auf dem Spielbrett anschauen kosten einen Zug, den geheimen Hinweis eines Mitspieler ansehen kostet drei Schritte und eine Hinweis mit einem Spieler tauschen kostet fünf Felder.

Im Laufe des Spiels muss jeder Mitspieler geheim eine Handlangerkarte aufdecken. Von den sechs Karten ist nur eine die (richtige) Handlangerkarte, so dass man nie wissen kann, ob auch wirklich einer im Spiel ist. Hat man diese gezogen, versucht man den Mörder zu helfen, indem man versucht die besten Hinweise zu bekommen. Ziel ist es dann die meisten Punkte der Hinweise aller Mitspieler zu bekommen. Punkte für den richtigen Tätertipp zählen dann nichts. Der Mörder kann dann aus Mangel an Beweisen nicht überführt werden. Schafft der Handlanger nicht die besten Beweise zu sammeln, bzw. gibt es gar keinen Handlanger, gewinnt der Spieler mit den meisten Gesamtpunken aus Täterverdächtigungen und Beweisen. Die Werte für die Hinweise kann man am Ende des Spiels bei der Rekonstruktion einsehen. Dort wird ebenfalls der Tathergang vorgelesen und der Mörder bekannt gegeben.

Das Material des Spiels ist sehr unterschiedlich. Es ist eigentlich recht gut, so u.a. auch die Einlagefächer in der Schachtel, durch die die Karten zu jedem Fall schön getrennt aufbewahrt werden können. (sieht so ähnlich aus wie das Inlay von “Dominion”) Dann gibt es aber auch leider so komische Plastikhütchen wie bei “Fang den Hut” als Spielfiguren, die eigentlich gar nicht zum Spiel passen. Jeder Holzpöpel wäre schöner gewesen. Genauso wie die lapprigen Handlangerkarten, bei denen man gar nicht weiß ob man jetzt der Handlanger ist oder nicht. Sie unterscheiden sich jeweils nur in der Farbe blau und schwarz. Das Motiv ist gleich. Da man im Spiel nur eine Karte sieht, weiß man gar nicht ob die Farbe den Handlanger sybolisiert. Dummerweise steht auch nichts in der Anleitung, so dass wir bei ersten Spiel gar nicht wußten, ob man es nun ist oder nicht. Verwunderlich ist auch, dass dise Karten wie schon gesagt sehr dünn und lapprig sind, obwohl man sie in jedem Spiel benötigt. Die Hinweise hingegen werden ja nur einmal verwendet, sind aber sehr gut verarbeitet.

Als alte Nachtexpress-Spieler waren wir nichtsdestotrotz ziemlich begeistert vom Spiel und hatten großen Spaß. Gerade die größere Interaktivität durch das Geheimhalten und “Klauen” der vermeindlich guten Beweise kam noch ein interesantes und auch intrigantes Spielelement hinzu.
Die 15 Fälle werden wohl recht bald durchgespielt worden sein … Zumindest in unserer (Vierer-)Gruppe ein echtes Jahreshighlight …

    Die Fälle:

  • 01 Eine explosive Nacht
  • 02 Heute kein Fisch
  • 03 Eine ziemlich ungewöhnliche Schönheitskur
  • 04 Keine Rolle für Norma Jeane
  • 05 Ein böser Wolf
  • 06 Aus, Coco, aus!
  • 07 Mit heißer Nadel
  • 08 Das Speed-Dating
  • 09 Der “Zehnte”
  • 10 Das Schachturnier
  • 11 Eine verknöcherte Angelegenheit
  • 12 Eine griechische Tragödie
  • 13 Beruhigung bis zum Ableben
  • 14 Tempoteufel
  • 15 Da steht ein Pferd auf’m Flur


| Autor: dattus | erstellt am: 17. August 2009 1:29