Ein bisschen Mord muss sein

Spielerzahl: Alter: 13+
Spieldauer: 60 – 120 Minuten Autor: Hervè Marly
noch erhältlich: ja © 2008 Pro Ludo GmbH






Beschreibung:

Mit ‘Ein bisschen Mord muss sein’ hat Hervè Marly, der Autor von ‘Die Werwölfe von Düsterwald’ einmal wieder ein Highlight gesetzt. Gerade Freunde von Krimi(rollen)spielen kommen hier voll auf ihre Kosten …
Es gibt vier Rollen, die nach jeder Runde gewechselt werden: Der Inspektor, der Gerichtsschreiber, der Täter und die Unschuldigen; der Täter und die Unschuldigen sind dabei die Verdächtigen.
Für jede Rolle gibt es ein spezielles Buch, welches wie ein Kalender pro Seite einen Fall beinhaltet. Der Inspektor sucht sich aus seinem Buch einen Tag aus und liest den Fall vor. Die Verdächtigen (Täter und Unschuldige) schlagen in ihren Büchern nun ebenfalls den Tag auf und geben daraufhin ihre Identität preis (jeder hat eine eigene; Täter und Unschuldige sind vom Inspektor nicht zu unterscheiden). Zu jedem Verdächtigen stehen auf der Seite des Inspektors noch Indizien, die er nun auch bekannt gibt. Die Indizien dienen dazu, dem Verdächtigen einen Grundstock für sein Alibi zu geben.
Neben dem Fall stehen bei den Verdächtigen noch sechs Begiffe (drei für das erste Verhör, drei für das Zweite), die sie beim Verhör mit einbauen müssen. Dabei haben die Unschuldigen jeweils die drei gleichen Begriffe, der Täter drei andere pro Verhör.
Der Inspektor beginnt nun die Verdächtigen zu vernehmen. Er hat dazu jeweils eine Minute Zeit. Der Verdächtige beginnt, aufbauend auf den Indizien, sein Alibi zu erfinden. Er muß dabei aber, möglichst unauffällig die drei Begriffe mit einzubauen. Der Gerichtsschreiber, der alle Daten zur Verfügung hat, überwacht dabei, ob die drei Begriffe auch wirklich in der Zeit gefallen sind. (Bei vier Spielern fällt die Rolle des Gerichtsschreibers weg, die Verdächtigen müssen dann eben so ehrlich sein, alles korrekt zu befolgen). Sind nicht alle Beriffe gefallen, bekommt der Verdächtige Strafpunkte und noch eine halbe Minute Zeit sein Alibi fortzusetzen … Je besser und lustiger das Alibi ist, desto schwieriger ist es für den Inspektor sich auf die Begriffe zu konzentrieren …
Ziel der Verdächtigen ist es nun den Inspektor zu täuschen. Die Unschuldigen versuchen besonders verdächtig zu sein, der Täter genau das Gegenteil, indem alle sich bemühen die anderen Begiffe ebenfalls zu erraten und mit einzubauen. Nach Ende der zwei Verhörrunden gibt jeder Verdächtige seinen Tipp ab, ob der Inspektor den Täter herausfindet oder nicht. Wer richtig liegt bekommt Pluspunkte, wer das nicht tut entsprechend Minuspunkte. Der Inspektor bekommt je nach dem, ob er den Fall löst oder nicht auch Punkte … Ist die Runde beendet, wechseln die Rollen und der Spaß beginnt von vorne …

In der richtigen Besetzung ist das Spiel einfach nur wunderbar. Bei improvisationserprobten Mitspielern entstehen die skurrilsten Alibis, bei denen man so einige Male das Verhör unterbrechen muß, um sich erst einmal auszulachen … bei Spielern ohne Fantasie und Erfindungsreichtum ist das Spiel nur ein Qual. Ich habe schon beides miterleben dürfen und müßen. Krimispielliebhaber werden auch hier ihre wahre Freude haben …


| Autor: dattus | erstellt am: 1. Oktober 2008 0:00