Tod im London-Express

Spielerzahl: min. | max. |
Alter: 16+
Spieldauer: keine Angabe
Autorin: Christiane Fux
Bezugsquelle: www.moerderische-dinnerparty.de © 2006 Blaubart Verlags GmbH




Material:

  • 1 Party-Planer (Anleitung und Menüvorschlag)
  • 8 Rollenbücher mit Dialogen und Hinweisen
  • 8 Einladungen
  • 8 geheime Hinweise
  • 8 Tischkarten
  • 1 Audio-CD (Einleitung, Hinweise, Auflösung)

Der Fall:

Großbritannien im Januar 1936. Das ganze Commonwealth ist in heller Aufregung, da in dieser Woche Edward VIII den britischen Thron besteigen soll. Auf dem Weg in die Hauptstadt ist auch der Nachtexpress aus dem schottischen Edinburgh. Einige der Mitreisenden haben sich aufgemacht, um der Krönungszeremonie beizuwohnen. Doch die Reise nimmt eine unerwartete Wendung: Als der Zug wegen eines umgestürzten Baumes stoppen muss, findet man den Schaffner mausetot in seinem Abteil – mit einer Kugel im Schädel. Schnell ist klar: Einer der Reisenden der 1. Klasse muss der Täter sein…

Die Verdächtigen:

Gräfin Zobel
Exil-Russin, von altem Adel. Nimmt kein Blatt vor den Mund. Eine imposante Erscheinung: stolz, elegant und etwas fruchterregend.

Chantal du Chambre
Sohn des Verstorbenen – ein Spieler und Dandy par excellence.

Richard „Nennen Sie mich Dickie“ Pulpwriter
ein amerikanischer Journalist der allerschlimmsten Sorte. Für eine gute Story geht er über Leichen.

Pater McBrown
ein anglikanischer Priester, eher der blasse, durchgeistigte Typ. Dabei ein glühender Anhänger der Royals.

Marlene Drillich
eine deutsche Schauspielerin. Glamourös, geheimnisvoll und ausgesprochen faszinierend.

Oberst McPomm
alter schottischer Adel. Mitglied des Oberhauses. War viele Jahre in Indien stationiert – eine Zeit, über die er gerne schwadroniert.

Lady Margaret McPomm
die Gattin von Oberst McPomm. Typ „englische Rose“, vielleicht etwas angewelkt. Hat mit ihrem Mann einige Jahre in Indien verbracht.

Lord Winterbottom
ein Mann von Welt. Diplomat und entsprechend kultiviert. Frauenherzen pflastern seinen Weg.


| Autor: dattus | erstellt am: 1. Oktober 2008 0:00

Ein Kommentar

  1. 1
    Forumsbeitrag 

    Für das Spiel gibt es einige Bewertungen im Forum:

    :arrow: Erfahrungsbericht (Tod im London-Express) von Carsten Hohnsel

    Hallo,
    nachdem ich den schlechten Beitrag für das Vorgängerspiel gelesen hatten war ich etwas nervös. Dieses Spiel hat aber alle Beteiligten sehr gefallen. Es war unser erstes SPiel dieser Art und wir haben das komplette Programm durchgezogen mit Verkleidung und allem. Der Mörder war zu finden, die Hinweise waren logisch und der SPielablauf war auch gut.

    Es gibt zwar Verbesserungsmöglichkeiten – die Gäste sollten vor dem SPiel noch etwas mehr über ihre Rolle wissen und die Hinweise die sie einstreuen könnten sie auch vorher kennen. Ist etwas komisch, wenn man erst beim öffnen des Briefes von einem Artikel erfährt, den man selber geschrieben hat – die Verdächtigung sollten auch vor der offiziellen Auflösung kommen – wissen wir für das nächste mal.

    Preislich lohnt sich ein Blick bei ebay – für 30,– € ersteigert und für 25,– € wieder verkauft. Ist also eindeutig ein preiswertes Vergnügen.

    Rechtschreibfehler bleiben – da ich keine LUst zum korrigieren habe.

    :arrow: RE: Erfahrungsbericht (Tod im London-Express) von Leander76

    Auch wir haben an diesem Wochenende eine “Mörderische Dinnerparty” gespielt – den Tod im London-Express. Ich schließe mich Carsten weitgehend an: Der Fall war relativ logisch nachvollziehbar & lösbar, und trotzdem kniffelig. Uns hat‘s jedenfalls alles in allem Spaß gemacht!

    Die größten Pluspunkte:
    + Die Aufmachung des Spiels ist edel – das ist etwas, das mich z.B. bei den Partys von Kupferberg, aber auch anderen stört: Über all die Logos, teilweise billige Tintenstrahlausdrucke… Hier ist alles stilecht, von den Namenskärtchen über die Hinweishefte – es passt vom Design einfach, um sich in die Atmosphäre (das Setting des Falls) hineinzuversetzen. Am ehesten kommt es wohl an die wirklich schöne Aufmachung von “Eine Leiche zum Souper” heran (das aber nur noch schwer zu bekommen ist).
    + Die Personenzahl! Mein größter Pluspunkt für diese Krimiparty – Sie ist unkompliziert für 6-8 Personen spielbar. Die meisten anderen Krimipartys fangen bei 8 Personen an und sind dann erweiterbar für 9, 10, 11… Personen. Was habt Ihr eigentlich alle für Wohnzimmer und Küchen??? Für uns jedenfalls sind 8 Personen in der Regel zu viel; und Krimipartys für 6 P. sind wirklich rar.
    + Lösbarer Fall – ich war zwar der einzige in unserer Gruppe, der die Lösung am Ende hatte, aber wir haben doch irgendwie alle zusammen die einzelnen Puzzelsteine zusammengetragen.
    + Stimmungsvolles Setting: Wir hatten natürlich Verkleidungen, am tollsten war aber die Tischdekoration, bei der sich unsere Gastgeberin viel Mühe gegeben hat – silberne Kerzenleuchter, Glasuntersetzer und Serviettenringe! Es gibt sogar einen “Menüvorschlag”, an dem wir uns weitgehend orientiert haben – der nicht übertrieben war. Die Personen sind nett & passen; ein paar mehr Informationen zum Charakter (schon im Vorfeld der Party) wären aber hilfreich. Vielleicht lag es ja auch an unserer Gruppe, aber z.B. ein Akzent, eine Charaktereigenschaft als Anregung für Rollenspielneulinge wäre nicht verkehrt.

    Gemischter Meinung bin ich bei:
    +/- Die CD – Die Musik ist einfach, aber stimmungsvoll, erinnert ein wenig an einen Harry Potter Soundtrack. Die Sprecherin (Herculette Poiret) passt, ist aber (wie zuvor ja bereits bemängelt) kein echter Profi (es klingt teilweise etwas abgelesen – so schlimm ist es aber auch nicht. Es zerstört keine Atmosphäre, könnte nur noch etwas besser sein). Schlecht fand ich die Sprechpausen – wir haben einige Male nicht genau gewusst, ob wir die CD stoppen müssen oder weiterhören. Hier hätte uns eine eindeutige Anweisung (Tonsignal o.ä.), weniger abgehackte Pausen oder anderes evtl geholfen. Sehr gut fanden wir aber alle, dass Herculette die Hinweise der vergangen Runde nochmals kurz zusammenfasst – so merkt man schnell, ob/dass man jemand zu wenig auf den Zahn gefühlt hat, wodurch am Ende der Fall evtl gar nicht mehr lösbar wäre.
    +/- Ablauf der Krimiparty: Zu Beginn jeder Runde wird ja ein Dialog vorgelesen – Für Anfänger ist das sehr gut! Es wird auch klar gemacht, wie nun der Einstieg in die Runde erfolgt (Hinweis 1 öffen…) – das ist aber gleichzeitig ein Manko: Für die anschließende Diskussion muss man noch die verdeckten Hinweise lesen; da sich die Öffnung der Hinweise aber nahtlos an die Dialoge anschließt, hat man eigentlich gar keine Zeit dafür. Mein Tipp an die, die es noch spielen: Evtl. sogar vor den Dialogen oder zumindest vor der Öffnung der Hinweise die verdeckten Infos durchlesen lassen. Mir persönlich war das Korsett etwas zu eng geschnürt, es gibt durch die etwas weniger Freiheiten zur Improvisation, dafür aber eben etwas mehr Führung. Letztlich ist das 1.) Geschmackssache und 2.) eine Frage der Gruppenzusammensetzung (Anfänger/Fortgeschrittene bzw. motiviert/unmotiviert).

    Zusammenfassung: Ich fand‘s gut und wünsche mir mehr Krimipartys für weniger als 8 Spieler/Innen!

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